Geocaching am „Pfahl“ im Bayerischen Wald

Der Pfahl, im Bayerischen Wald gelegen, ist mit seinen vor über 300 Millionen Jahre entstandenen Quarzformationen ein faszinierendes Naturdenkmal. Der Pfahl ist eine Quarzader, die sich auf einer Länge von rund 150 km quer durch den gesamten Bayerischen Wald zieht. Da das Quarzgestein härter ist als das umgebende Gestein, haben sich im Laufe der Zeit bizarre Felsformationen gebildet, die sich weithin sichtbar über die Landschaft erheben.

Der Filmbericht des Bayerischen Rundfunks begleitet eine Gruppe Geo-Cacher bei der Schatzsuche im Bereich des Moosbacher Pfahls. Beim Geo-Caching werden kleine, gut getarnte Schatzkisten versteckt und die Koordinaten des Verstecks anschließend im Internet veröffentlicht. Diese können mit einem Computer oder alternativ mit einem mobilen Endgerät durch Satellitenortung aufgespürt werden. Immer mehr begeisterte Geo-Cacher begeben sich dann auf die Suche nach diesen versteckten Kisten. Neben der spannenden Suche bietet diese Art der Schatzsuche zudem die Möglichkeit unbekannte, wunderschöne Plätze zu entdecken.

Der Film führt weiter in der Oberpfalz, wo der Pfahl zum ersten Mal den Boden durchbricht. Auf der Spitze dieser Felsformation befindet sich das wunderschöne Schloss Thierlstein. Das Schloss ist tatsächlich um den Fels herum gebaut, so ist dieser faszinierende Stein an vielen Stellen im Haus zu erkennen. Die Ursprünge dieses Bauwerkes reichen bis ins Mittelalter zurück.

Die Dokumentation zeigt auch Aufnahmen vom althergabrachten Handwerk des Holzrückens mit Pferden, das leider vom Aussterben bedroht wird. Anstatt mit brachialer Maschinenkraft werden Baumstämme mit Hilfe von Pferden und viel Geschicklichkeit in Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier zur Weiterverarbeitung aus dem Wald gezogen.

Weiter geht es zum sogenannten „Großen Pfahl“ bei Viechtach, dort wurde bis vor wenigen Jahrzehnten noch Quarz abgebaut. Hier erstreckt sich heute eine wunderschöne Landschaft mit zahlreichen geschützten Biotopen. Landschafts- und Naturschutz wird in der gesamten Region des Bayerischen Waldes heute großgeschrieben.

Anschließend wandert das Filmteam weiter zur Burg Weißenstein bei Regen und zeigt, wie die freiwillige Bergwacht auf spektakuläre Weise die Felsen unter der Burgruine bearbeitet. Die Männer der Bergwacht hegt und pflegt die Burgruine Weißenstein, indem sie die Felsen des Pfahls von Pflanzen befreit, sodass die beeindruckende Burgruine auch die nächsten Generationen erhalten bleibt.