Die Rieslochfälle im Bayerischen Wald

Die Rieslochfälle befinden sich 2 Kilometer nordöstlich von Bodenmais und sind der größte Wasserfall des Bayerischen Waldes. Seit 1939 stehen sie unter Naturschutz. In der Rieslochschlucht, die insgesamt 1,6 km lang ist und einen Höhenunterschied von 140 Metern überwindet, treffen vier Bergbäche aufeinander, die zusammen den Riesbach bilden. Wer ein besonders eindrucksvolles Naturschauspiel erleben möchte, sollte die Rieslochfälle unbedingt im Frühjahr nach der Schneeschmelze oder nach einem starken Regenschauer besuchen, da sie dann noch imposanter und lauter zu Tal stürzen. Der Wasserfall überwindet insgesamt fünf Hangstufen und eine Hauptstufe von 15 Metern.

Ausgangspunkt der Wanderung durch die Rieslochschlucht ist der Parkplatz Rieslochweg nahe Bodenmais. Der Wanderweg führt direkt am Bach entlang, der anfangs allerdings nur wenig Wasser führt. Weiter unten verbreitert sich das Flussbett und führt durch einen urwaldähnlichen Wald. An der Wegekreuzung kann der Wanderer zwischen dem „Steinigen Weg“ und dem „Bequemen Weg“ wählen. Interessanter ist der „Steinige Weg“, da er direkt an den Wasserfällen verläuft. Besonders eindrucksvoll ist die unterste, fast ebene Felsplatte, über die der Riesbach senkrecht talabwärts stürzt. An dieser Stelle kann der Wanderer sehr eindrucksvolle Kaskaden sehen, die aus schmalen Felsspalten und Strudellöchern hervorschießen. Der Pfad hinter der Straße führt zu weiteren interessanten Wasserformationen.

Das Video zeigt aus Fotos zusammengestellte Impressionen einer Wanderung zum Naturschauspiel „Rieslochfälle“ im Bayerischen Wald.