Wolfauslassen im Bayerischen Wald

Im Bayerischen Wald findet jedes Jahr am Abend des 10. November ein absolutes Highlight statt: Das Wolfauslassen oder Wolfausläuten. Dieser alte Volksbrauch stammt noch aus der Zeit als Hirten das Vieh im Bayerischen Wald vor Bären und Wölfen schützen mussten. Heute lockt diese Tradition von Jahr zu Jahr mehr Besucher in die Orte des Bayerischen Waldes.

Der Brauch des Wolfauslassens wird im ganzen Bayerischen Wald betrieben, wobei in Rinchnach das traditionelle Treiben besonders groß gefeiert wird. Jedes Jahr findet am Abend vor Martini dieser Brauch im Bayerischen Wald statt, hierbei treffen sich die Jugendlichen und schnallen sich große, schwere Glocken um die Hüften, bevor sie dann zusammen von Haus zu Haus zu ziehen. Es gibt einen Anführer, den Hirten, die anderen sind die Wölfe die ihm folgen. Die Jugendlichen läuten bei dem Spektakel mit ihren Glocken vor jeder Haustür bis diese geöffnet wird, der Hirte gibt dann ein Zeichen und alles ist still, der Hirte sagt nun seinen Hirtenspruch, die Wölfe läuten danach wieder und der Hausherr zahlt ein Hirtengeld. Wenn alle Häuser besucht worden sind, geht es zusammen in das dörfliche Wirtshaus, wo alle miteinander bis in die frühen Morgenstunden feiern. Wolfauslassen im Baeyrischen Wald ist in seiner Art einzigartig in der ganzen Welt, daher sollte jeder der die Chance dazu hat diesem Volksbrauch beiwohnen, es lohnt sich.